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Reiseführer Europa


Köf III - Die KLeinlok der Bundesbahn
Eisenbahnkurier-Special 134

Köf III Eisenbahnkurier-Special 134Ende der fünfziger Jahre standen bei der DB über 1.000 Kleinlokomotiven der Leistungsklassen I und II im Dienst. Trotzdem bestand ein hoher Bedarf an leistungsfähigeren Rangierlokomotiven, weshalb das BZA München gemeinsam mit der Firma Gmeinder eine neue Kleinlok-Generation entwickelte. Ab 1959 erprobte die DB acht Prototyplokomotiven, denen über 300 Serienmaschinen folgen sollten. Die als Köf 11 und ab 1968 als Baureihe 332 bekannt gewordene Konstruktion bewährte sich und ihre Aufgaben zeigten sich abwechslungsreich: So reichte der Dienst vom Werkverschub in den Ausbesserungswerken über den Zustelldienst in den Personenbahnhöfen, die Bedienung kleinster Gütertarifpunkte, bis hin zur Beförderung von Reisezügen auf Nebenbahnen. Ab 1968 folgten noch einmal 251 Loks einer verbesserten Variante als Köf 12 (ab 1968: Baureihe 333), deren Auslieferung erst 1977 endete. Das neue Special zeichnet die Entwicklung dieser beliebten Lokkonstruktion nach, erläutert die Technik der einzelnen Bauserien und zeigt in zahlreichen hochwertigen Aufnahmen den Betriebsalltag der Loks bei der Bundesbahn und der DB AG.

Rezension: Köf III Eisenbahnkurier-Special 134

'Egal, wohin man fuhr, die Köf III war schon da!' (Einleitung). Ja, dies mag wohl nicht unbedingt Freude bei (Hobby-) Eisenbahn-Fotografen ausgelöst haben, wartete man doch in der Hauptsache eher auf das Auftauchen / auf die Vorbeifahrt weitaus fotogener Triebfahrzeuge zum Ablichten und zur Vervollständigung des eigenen Archivs. Nur gut, dass es doch Eisenbahnfreunde gab (und gibt), denen die Köfs wichtig genug waren (und sind) und deren Fotografier-Eifer die Zusammenstellung und Veröffentlichung des Eisenbahn-Kurier Specials 134 ermöglicht hat. Der Rezensent gibt zu, ebenfalls nicht zum Kreis der Köf-Enthusiasten gehört zu haben,- er wurde aber durch dieses Heft eines Besseren belehrt.
EK-Special 134 ist chronologisch aufgebaut,- von der Historie zur Gegenwart, dies beweist das Inhaltsverzeichnis. Der Wandel der Antriebstechnik wird im ersten Kapitel für Jedermann verständlich dokumentiert; dem Verfasser ist es dabei gelungen, die konservative Einstellung bei den 'DB-Oberen' bezüglich der Antriebstechnik den innovativen Ingenieuren 'vor Ort' gegenüber zu stellen, und dem Leser entgeht das Augenzwinkern nicht, mit dem die letztendliche Übernahme dieser Innovation im Text beschrieben wird. Ergänzt wird dieses Kapitel durch historische Schwarz-Weiß-Fotos, Zeichnungen und Tabellen,- dies alles vermittelt dem Leser ein umfassendes Bild der Köf-Geschichte. Das zweite Kapitel schließt sich hier nahtlos an, Technik und Fahrzeugbeschreibung der Köf III werden verständlich durch das Miteinander von Text, Detailfotos (Motor, Antrieb etc.) und Schnittzeichnungen präsentiert.
Gut vorbereitet und ausgestattet mit Fachkenntnissen kann sich der Leser nun im Folgenden zurücklehnen und sich an Köfs im täglichen Einsatz erfreuen:
- Nostalgie pur auf 4 Seiten 'Die Köf III im Reisezugdienst', heute abenteuerlich anmutende Zug-Kompositionen auf Nebenstrecken / 'aufm platten Land' vorgestellt in Text, Bildtexten und Fotos; - 'Kof III auf Deutschlandreise', aufgeschlüsselt nach BD und BW von Nord nach Süd, intensiv recherchiert, akribisch dokumentiert und in Text, Bildtexten und Fotos hervorragend präsentiert; hier wird deutlich: 'Egal, wohin man fuhr, die Köf III war schon da!' (s.o.).
Dieses Kapitel legt Zeugnis ab von der Bedeutung / der Unverzichtbarkeit der Köf III in den 1980er Jahren.
Ein weiteres Kapitel zeichnet die Geschichte der Firma Gmeiner ('Geburtsort der Köf III') und beweist, was ein mittelständischer Betrieb mit Innovation und Beharrlichkeit 'auf die Beine stellen kann'. Im letzten Kapitel werden aktuelle Köf-Einsätze in DB-Werken mit Bild, Text und Tabelle dokumentiert.
Den Verfassern und Fotografen kann bescheinigt werden, dass sie ein umfassendes Werk abgeliefert haben, und der Rezensent gehört jetzt durchaus auch zum Kreis der Köf-Freunde (leider sind ja die meisten Fahrzeuge abgebrochen, wie die Statistik auf den letzten Seiten beweist …).

Eisenbahn-Kurier Special 134 ist allen Eisenbahn-Enthusiasten unbedingt zu empfehlen!




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Der freie Journalist Peter Höhbusch (Rezensent) stellt Eisenbahn-Europa die Rezensionen kostenfrei zur Verfügung. Titelbild und Inhaltsbeschreibung stellt der Verlag unentgeltlich bereit.

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Herausgeber und Autor: Achim Walder, 57223 Kreuztal, Krokusweg 1, info//<at>//eisenbahn-europa.de
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