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Modelleisenbahn Niederlande 1

Altstädte nach niederländischem Vorbild in H0

EisenbahnmagazinEisenbahnmagazin ' Modelleisenbahn Niederlande 1'

Dieses Eisenbahnmagazin stellt Altstadtmotive nach niederländischem Vorbild vor. Typisch sind in Holland die keinen schmalen Häuser mit großen Fenstern zur Straße und sehr unterschiedlichen Giebeln. Alle Modellhäuser sind selbstgebaut. Von Planung und Konstruktion bis zum Zusammenbau mit Fenstern hat der Modellbauer eigene Ideen umgesetzt. Kein Haus gleicht dem Anderen. Auch die Schiffe und Brücken wurden aus Architekturkarton gefertigt. Die Schiffe wurden so konstruiert, dass sie sich dem Maßstab 1:87 harmonisch anpassen, ansonsten wären sie nicht auf der Anlage zu platzieren. Die Anlage ist temporär und wird nach Lust und Laune jedes mal neu arrangiert. Dazu werden verschiedene Holzplatten auf einem blaufarbigen Tuch vor einem Himmelhintergund verlegt. Die selbsgebauten typischen Grachtenbrücken verbinden die Stadtteile. Gelungen sind auch die Bilder und zeigen einen guten Eindruck der Möglichkeiten des Selbstbaus. Wer die Modelle nachbauen möchte, möge sich an Modellbauer wenden. (Bilder: (c) Christian Strähler)

'Bauanleitung'

Die selbstgebauten Häuser entsprechen in ihrem Aufbau den klassischen Bastelbögen zum Beispiel der Firma Schreiber, die bereits seit Jahrzehnten Häuser aus bedrucktem Karton herstellt. Was bei Schreiber bereits den fertigen Baukörper darstellt, ist bei meinen Häusern das innere Gehäuse (Maßstab 1:100). Dafür verwende ich festes Mal- oder Zeichenpapier in weißer Farbe.
Der Aufriss des Hauses wird mit allen Wänden und dem Dach in einem Stück inklusiv aller Klebefalze erstellt. Aus diesem werden mit einem Cutter die Fenster ausgeschnitten und mit durchsichtigem Verpackungsmaterial hinterklebt. Weitergehende Gliederungen mit Fenstersprossen sind möglich.
Auf das Gehäuse kommt die in Mauerwerksfarbe gestaltete äußere Schale. Als Material eignen sich vornehmlich die Papprücken von Fotokalendern. Wiederum werden die Fenster- und Türöffnungen ausgeschnitten. Bei Vergrößerung des Formats auf allen Seiten um etwa einen Millimeter wird ein weißer Rand des inneren Gehäuses sichtbar. Dieser Rand stellt den Fenster bzw. Türrahmen dar. Wenn alle Öffnungen erstellt sind, werden die Wände mit Deckfarben behandelt – möglichst dick auftragen. In einigen Fällen habe ich auch Acrylfarbe verwendet. Für die Türen oder besondere Wandteile können auch hochglänzende Reste von Verpackungen benutzt werden. Alle Stuckaturen setzen sich aus aufgeklebten Pappstreifen zusammen. Feinmodellierungen mit Deckweiß sind möglich.
Die Dächer bestehen ebenfalls aus festen Karton. Für die Bodenplatte ist ein besonders starker Karton zu verwenden. Sowohl die Oberflächenstruktur der Wände als auch der Dächer lässt sich, nachdem die Frage aufgetragen wurde, durch parallele Einkerbungen profilieren. Mit einem nicht zu scharfen Metallgegenstand können diese vorgenommen werden, zum Beispiel mit dem Rücken einer Schere. Beim Verwenden eines Cutters würde die Oberfläche verletzt werden. Bei einigen Häusern habe ich die Dachstruktur durch das Aufkleben von Dachziegeln in Form horizontaler Bänder verfeinert.
Papier- bzw. Papphäuser haben den Nachteil, dass sich das Raumklima von Kellerräumen schädlich auf die Lebensdauer auswirken kann. Das gilt auch für handelsübliche Pappbögen mit aufgedruckten Mauerwerks- oder Pflasterstrukturen. Sind diese fest im Gelände verbaut, behandele ich diese häufig mit wasserlöslichem Klarlack. Wird der Klarlack auf einem Untergrund aufgetragen, der mit Deckfarben gestaltet wurde, kann es zur Auflösung des Untergrundes kommen. Aus genannten Gründen bewahre ich die zumeist unbehandelten Papier-/ Papphäuser in der Wohnung und nicht im Keller auf.
Für besondere Bauteile lassen sich auch Profilhölzer verwenden, zum Beispiel für freistehende Stützen. Fachwerkbinder lassen sich auch gut aus Balsaholz erstellen.
Der Aufbau der selbstentworfenen Schiffe orientiert sich am Aufbau der Schiffe aus Wilhelmshavenern Modellbaubögen. Das Unterwasserschiff wird nicht dargestellt. Für die Bodenplatte, den Längsspannt sowie alle Querspannten sind stabile Pappen zu verwenden. Für die Außenhaut sind insbesondere hochglänzende Deckel von Broschüren zu verwenden. Besonders geeignet sind schwarze Deckel für den Rumpf, die sich gut verformen lassen, und weiß glänzende für den Aufbau. Wichtig ist, dass die Deckel nur an der Außenseite glatt sind. Die Innenseite, die auf die Spannten aufgeklebt wird, sollte so beschaffen sein, dass normale Papierkleber verwendet werden können. Beiboote habe ich aus Balsaholz geschnitzt. Beim Bau von Kränen habe ich teilweise Holz verwendet.

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