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Reiseführer Europa


Schienenverkehr an Mosel und Saar
von Manfred Diekenbrock, Daniel Michalsky - Sutton-Zeitreise

Rezension: Schienenverkehr an Mosel und Saar

Schienenverkehr an Mosel und SaarEine Reise in eine der schönsten deutschen Urlaubslandschaften unternimmt jeder, der dieses Buch zur Hand nimmt. Die Verfasser beweisen hier, dass sie unterwegs waren und Bescheid wissen, sachkundig sind und ein gutes Händchen bei der Auswahl von Fotos aus den letzten fast 60 Jahren hatten. So ist eine kurzweilige, aber informative Dokumentation entstanden, die Interesse weckt, sich Landschaft und Eisenbahn an Mosel und Saar selbst anzuschauen. Den einzelnen Abschnitten innerhalb der Hauptkapitel sind gut lesbare und für den auf Fotos erpichten Eisenbahnfreund keineswegs langweilige  Texte vorgeschaltet, mit Ausführungen darüber, wie es einmal war und wohin „der Zug heute geht“. „Kleine Streckenkunde“ (1. Kapitel, mit einer Streckenübersicht) weist knapp auf landschaftliche Gegebenheiten hin, bietet sowohl dem historisch als auch dem eisenbahn-historisch interessierten Leser eine Art Nachhilfe-Unterricht  im Hinblick auf das Miteinander ( nach langen Jahren des Gegeneinanders) mit den westlichen Nachbarn Frankreich und Luxemburg. Hier ist es einfach nur erfreulich, dass die Grenzen durchlässig sind; die Verfasser wissen Bescheid über Fahrzeuge und Abläufe bei den Bahnen jenseits der Grenze,- nur schade, dass viele durchgehende Verbindungen mit Mehrfrequenz-Loks (BR 181 – 184) auch schon historisch sind. Eindrucksvoll das 2. Kapitel über den Gütertransport, mit Beschreibung der Zugläufe der vergangenen Jahrzehnte und heute, mit Angabe der transportierten Güter und der eingesetzten Fahrzeuge sowie, natürlich, mit einem Extra-Abschnitt über die Stahlwerke Dillingen und die Völklinger Hütte. Ob Welterbe  (stillgelegt und museal,- wer wie der Rezensent mit Kohle und Strahl aufgewachsen ist, kann sich mit dem Gedanken daran noch nicht recht anfreunden) oder aktives Stahlwerk, hier wird in Wort und Bild die Bedeutung der Eisenbahn deutlich. Das 3. Kapitel über  bedeutende Bahnbetriebswerke ist eher ein Rückblick in vergangene betriebsamere Zeiten der Fahrzeug-Einsätze und bietet dem Leser Nostalgisches, eben viel Dampf! Wieder traurig für den Eisenbahnfreund, dass so vieles verfallen / abgerissen / „umgewidmet“ wurde,- dies sprechen die Verfasser in ihren Texten auch offen aus. Sehr erfreulich und sicherlich für manchen Leser hilfreich und „erhellend“ sind im 4. Kapitel die Abschnitte über die NoHAB16-Loks (die man seit Jahrzehnten auf diversen Modellbahnanlagen findet, aber die man aber eigentlich nicht so recht unterscheiden konnte …),  über die Baureihe 1600 der CFL sowie über die Mehrsystem-Loks der BR 101 – 184. Hier finden sich auch Anregungen für den Besuch von Eisenbahnmuseen und Sonderfahrten mit historischen Lokomotiven in der Mosel – Saar – Region. Ein besonderes Lob gilt der Bildauswahl; die halbseitigen Fotos im Anschluss an die Sachtexte sind samt und sonders von guter Qualität (in Schwarz-Weiß und in Farbe),  zeigen in der Mehrheit Züge unterwegs in der Landschaft der Region  und bieten einen abwechslungsreichen Querschnitt durch die letzten 6 Jahrzehnte; Texte und Fotos der einzelnen Kapitel sind aufeinander abgestimmt und bilden eine Einheit. Die Bildunterschriften informieren über Datum, Ort, Fahrzeuge und Verbindungen. Dieses Buch bietet jedem Leser eine Fülle an Informationen landschaftsbezogener, historischer und eisenbahn-betrieblicher Art sowie Anregungen, sich mit Hilfe des Schienenverkehrs an Mosel und Saar diese Gegend Deutschlands zu „erfahren“, und ist eine sehr empfehlenswerte Produktion.
==> Peter Höhbusch

Hinweis von Buchautor Manrfred Diekenbrock: In ihrem Buch über die Eisenbahn an Mosel und Saar zeigen die Autoren auch einige Fotos des 1999 verstorbenen Trierer Fotografen Jürgen Zeug. Dessen großartige und umfangreiche Sammlung befindet sich im Besitz von Wolfgang Kreckler, der in verschiedenen Broschüren und Büchern Zeugs Werk der Öffentlichkeit zugänglich macht. Über das im Moselbuch kurz angesprochene Betriebswerk Ehrang hat Wolfgang Kreckler mehrere Bücher herausgebracht, von denen das Buch „Die Stokerlokomotiven im Bw Ehrang“ in Kürze neu aufgelegt wird. Herausgeber sind die Eisenbahnfreunde Jünkerath e.V,, bei denen man auch noch sehr viel mehr zu Jürgen Zeug und zur Geschichte der Eisenbahn in der Eifel finden kann: Eisenbahnmuseum-Jünkerath


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