Der Rezensent bezieht sich auf den ersten Absatz seines Textes zu Band 1 und erspart sich hier eine Wiederholung allgemeiner Bemerkungen. Wer Band 1 dieses Gesamtwerkes gelesen / durchgearbeitet hat, kommt nicht umhin, sich auch den 2. Band zu kaufen und sich dieser Veröffentlichung mit genügend Zeit und Konzentration, aber auch mit Freude und Begeisterung zu widmen. Beide Bände bilden eine Einheit,- zuerst die Basis in Band 1 (Historie, Strecken, Bahnhöfe etc.), dann das Geschehen vor Ort in Band 2 (Triebfahrzeuge, Verkehr, Fahrpläne etc.). Vorsatz und Nachsatz von Band 2 erfreuen den Leser erneut mit Streckenkarten,- unverzichtbare Hilfsmittel beim Durcharbeiten und bei der Orientierung, da auch hier wieder detailliert alle Bahn- und Tram-Linien wiederzufinden ist, die in den letzten 2 Jahrzehnten des 19. und den ersten 5 Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts das Rückgrat der Warentransporte bildeten und die die Prosperität dieser Region förderten. Das Inhaltsverzeichnis ist wieder kleingegliedert (diesmal aber „nur“ 2 Halbseiten) und weist in kleinen Schritten auf einzelne Zeitabschnitte, die einzelnen Bahnstrecken, auf Besonderheiten (z. B. Unfälle), den Einsatz und der Beheimatung von Triebfahrzeugen hin.
Für den Verkehr von Klein- und Straßenbahnen werden im Band 2 fast 80 Seiten reserviert, hier sind auch alte Stadtansichten aus der Zeit vor den Weltkriegszerstörungen von historischem Wert ebenso wie die Fotos mancher archaisch anmutender Tramwagen. Wie beim ersten Band gelingt es dem Leser mit Hilfe des Inhaltsverzeichnisses, auf einen Blick hin „seine“ Bahnlinie, „seine“ Epoche und die damit verbunden Unternehmungen und Abläufe (Personen-, Güter-, Sonder-Verkehre etc.) zu finden und umgehend nachzuschlagen; dies ist für den Rezensenten wiederum ein sehr positiver Aspekt, um persönliche Bezüge zur Vergangenheit umgehend herstellen zu können,- sicherlich etwas für die Älteren und deren nostalgische Erinnerungen, aber auch für jüngere Leser, die beim Betrachten der alten Streckenkarten (1910 und 1947) nur staunen können, vergleicht man diese mit den jüngsten „Ausdünnungen“. Auch die Texte der einzelnen Abschnitte in diesem Buch lesen sich flüssig und wie ein spannendes Geschichtsbuch; Fachwissen, Enthusiasmus und Verwurzelung des Verfassers in dieser Region werden außerordentlich deutlich (dass auch Geduld und Verständnis des privaten Umfeldes für das Schaffen eines solchen Werkes notwendig sind, zeigen die Bemerkungen des Verfassers in den Vorworten beider Bände). Texte, Zahlenmaterial (Fahrpläne, Umlauf- und Einsatz-Pläne für Loks und Triebwagen, Leistungen von Triebfahrzeugen), Konstruktions-Zeichnungen einzelner für den Betrieb auf Steigungsstrecken benötigter Dampfloks, Schwarz-Weiß-Fotos in hervorragender Qualität bilden ein zusammenhängendes Ganzes, ein Ensemble, das den Leser zurückführt in die Vergangenheit (mit Bezügen zur Gegenwart) und ihn wahrlich fesselt. Der Verfasser hat sich mit der Weitergabe von Informationen in den Lesetexten nicht begnügt,- jedem der Fotos hat er Ergänzungen über den Einsatz des abgelichteten Fahrzeugs, der bedienten Verbindung beigefügt, lenkt den Blick auf Einzelheiten bei Loks, Gleis und Umgebung und macht so jedes Foto zu einer weiteren Fundgrube für den Leser. 16 Seiten mit Farbfotos dokumentieren bei einigen Aufnahmen auch die moderne Eisenbahn und aktuelle Fahrzeug-Einsätze.
Für den Bahnfreund, der im Bergischen Land zu Hause ist, ist dieses Buch / sind diese beiden Bände „Eisenbahnchronik Bergisches Land“ ein Muss, gleichermaßen wie für jeden historisch Interessierten: Dies ist ein Geschichtsbuch über „alte“ Landschaften, Stadtansichten, Gebäude, über historischen Personen- und Güter-Verkehr, über historische Fahrzeuge und über eine Zeit, die es wegen der Schaffenskraft ihrer Menschen (das machen Fotos und Texte deutlich) wert ist, nicht in Vergessenheit zu geraten.
Hervorragend! Dieses Buch ist wie der erste Band ohne Einschränkung empfehlenswert.
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Text: Ingrid Walder und freie Mitarbeiter*innen und Mitarbeiter*innen des Walder-Verlags.
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