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Verkehrsknoten Wuppertal – einst und jetzt
EisenbahnKurier Freiburg

Verkehrsknoten Wuppertal

Wuppertal, die Stadt im bergischen Land. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es hier einen Eisenbahnanschluss. Das ehemalige Empfangsgebäude des Bahnhofs von 1848 ist eines der ältesten in Deutschland. Rund 40 Tausend Reisende täglich nutzen die etwa 1.000 Züge, die im Hauptbahnhof halten. Wahrzeichen der Stadt aber ist die Schwebebahn, die seit über 100 Jahren als Einschienenbahn hängend in geringer Höhe über der Wupper und über den Straßen schwebt.

Unsere Kamera-Teams haben Wuppertal mit seinen Bahnen im Film festgehalten. In alten Aufnahmen aus mehreren Jahrzehnten erleben Sie den Betrieb gestern. Auch ein Besuch im Bergischen Straßenbahn-Museum fehlt nicht.

Verkehrsknoten Wuppertal – einst und jetzt - EisenbahnKurier Freiburg

Reichte der Bildband 'Verkehrsknoten Wuppertal' aus dem EK Verlag von 2016 mit seiner Dokumentation bis in die 1970er Jahre hinein, so bezieht sich das Wort 'einst' im Titel der DVD 'Verkehrsknoten Wuppertal' mehrheitlich auf die 1980er und 90er Jahre, einige Aufnahmen der Wuppertaler Bergbahn, des Straßenbahnbetriebs und der 'alten' Schwebebahn ausgenommen.
Insgesamt  muss der Rezensent etwas aufpassen, nicht den Überblick zu verlieren, denn Schwebebahn, Anbindung des Ortsverkehrs, Reisezüge und Bahnhöfe ziehen im munteren Wechsel am Betrachter vorbei,- wäre eine Ordnung nach Verkehrsträgern in einer chronologischen Abfolge vom 'Einst' zum 'Jetzt' nicht übersichtlicher gewesen?
Wie dem auch sei, der Betrachter muss klar anerkennen, dass es den Filmemachern gelungen ist, ein umfassendes Bild des Verkehrsknotens Wuppertal zu zeichnen,- der Satz 'Rund 40.000 Reisende täglich nutzen die etwa 1000 Züge, die im Hauptbahnhof halten' (Kassetten-Rückseite) erfährt durch diese Filmaufnahmen seine Bestätigung.
Dem Rezensenten sei es erlaubt, seinerseits einige Schwerpunkte zu setzen:
Schwebebahn: Sehr schön wird der Wandel des Fahrzeugparks dokumentiert, von den 'Ur'-Fahrzeugen bis zur modernsten Variante, eingesetzt ab 2019. Der ortsfremde Bahnfreund erhält einen umfassenden Eindruck von der Strecke der Schwebebahn, ihrer Konstruktion, ihrer Technik, ihrer früher und heute gleichermaßen wichtigen Bedeutung für den Personen-Nahverkehr. Die Regie begleitet den 'Kaiserzug' bei der Einfahrt ins Depot und verfolgt mit der Kamera ältere und moderne Glieder-Triebzüge bei ihrer Fahrt dicht vorbei an den Häusern in Sonnborn und Vohwinkel und  durch nicht enden wollende 'Schlangenlinien-Kurven' entlang der Wupper.
Regional- und S-Bahn-Verkehr: Es gibt ein Wiedersehen mit S-Bahn-Kompositionen aus den 1990er Jahren mit BR 143, und die Filmemacher stellen diese Aufnahmen dem heutigen Regio- und S-Bahn-Verkehr  mit (nur noch wenigen) DB-Zügen und hauptsächlich mit den Fahrzeugen privater Anbieter gegenüber ( da wird so mancher Unterschied zwischen einst und jetzt sichtbar!).
Fernverkehr: Hier beschränkt sich die Dokumentation auf das 'Jetzt',- ICE- und IC-Züge (neuere Kompositionen mit BR 146) durchfahren das Tal der Wupper,- und halten eben nur am Hauptbahnhof Wuppertal (-Elberfeld).
Bahnhöfe: Es wird eine Reihe von Bahnhöfen vorgestellt, meist mit dem Hinweis '… hier halten heute nur noch S-Bahnen, und auch die Regiobahn fährt durch …',- nur gut, dass es für kürzere Wegstrecken die Schwebebahn gibt! Nun ja, die gezeigten Bahnhofsgebäude  (außer Oberbarmen, Barmen und der Hauptbahnhof) und das umgebende Areal könnten schon etwas mehr 'Aufhübschung' erfahren …  Der Bahnhof Vohwinkel hätte wegen seiner Bedeutung und seiner Lage etwas mehr Aufmerksamkeit im Film verdient.
Straßenbahn: Im Film gibt es Eindrucksvolles vom 'Einst' zu sehen (vom Museumsbetrieb im Raum Kohlfurt heute abgesehen), die gefilmten Fahrzeuge sind für den Nostalgiker eine Augenweide.
Ein durchfahrender Güterzug und Luftaufnahmen vom Container-Bahnhof Langerfeld runden diese Produktion ab. Den Beweis für die abschließende Bewertung, dass der ÖPNV in Wuppertal vorbildlich sei (Verknüpfung Bus, Bahn und Schwebebahn), kann dieser Film erbringen,- nicht auszudenken, hätte man vor einigen Jahrzehnten nicht die Straßenbahn-Linien stillgelegt …

Eine umfassende Dokumentation, detailliert und mit umfangreichem Bildmaterial,- zumindest – aber nicht nur – für den Eisenbahnfreund aus dem Bergischen Land zu empfehlen.




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Der freie Journalist Peter Höhbusch (Rezensent) stellt Eisenbahn-Europa die Rezensionen kostenfrei zur Verfügung. Titelbild und Inhaltsbeschreibung stellt der Verlag unentgeltlich bereit.

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