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Die Bahnen der deutschen Seehäfen
EisenbahnKurier Freiburg

Die Bahnen der deutschen Seehäfen

Die Bahnen der deutschen Seehäfen - Teil 2
Zum Export gehören unverzichtbar die Hafenanlagen an der Küste. Auch die (Fähr-)Häfen an der Ostsee gehören zu den wichtigen Umschlagplätzen. Wir haben für Sie Kiel, Lübeck, Puttgarden, Rostock, Sassnitz und Mukran besucht. Ob nun Container-Transport oder die Verschiffung von Eisenbahn-Fahrzeugen, wir zeigen Ihnen die Aufgaben in den deutschen Ostseehäfen. Breitspurloks in Mukran oder alte und neue Rangierloks im Einsatz. Ein Film mit vielen Facetten. In historischen Szenen blicken wir zurück in alte Zeiten, als noch ganze Personenzüge verschifft wurden.

Die Bahnen der deutschen Seehäfen - EisenbahnKurier Freiburg

Wer – wie der Rezensent – vor einigen Jahrzehnten deutsche Häfen besucht hat und aus wirtschafts-geografischer Sicht „angefressen“ war von der nicht enden wollenden Betriebsamkeit, vom Hin und Her der Waren / Ballen / Säcke / Paletten und wer die Reihenfolge Schiff am Kai – Kräne und Bahngleise darunter – Lagerschuppen und Gabelstapler – an der Landseite Verladerampe plus LKW auf Exkursionen und auf eigene Faust (und Gefahr!) hautnah erlebt hat, ist vom Schaffen in deutschen Ostseehäfen (nicht von dieser DVD!) schon enttäuscht: Container-/Taschenwagen-Zug reingeschoben, Portalkran drüber, Container / LKW-Sattel-Auflieger hoch und abgestellt, Zugmaschine drunter und ab ins Schiff,- eben modernes und effizientes Roll on – Roll off – Verfahren. Den Wandel vom arbeits-intensiven Ent- und Beladen von Schiffen und Güterzügen hin zum kostensparenden (und eher langweiligen) Austausch von Behältern macht diese DVD eindrucksvoll deutlich.
Es bietet sich in diesem Rahmen nicht an, alle thematisierten Häfen von Kiel bis Mukran einzeln „abzuklopfen“,- den meisten ist dies gemeinsam:

Der Regie ist es gelungen, durch Einsatz historischen Film-Materials (aus den 1930er, 60er und 70er Jahren) das zu dokumentieren, was einmal war; dies setzt sich fort mit Aufnahmen aus den 1990er Jahren / aus der Zeit nach der Wende, und dort sieht man schon deutlich, was damals alles verändert / aufgegeben / vernachlässigt wurde.
Sehr eindrucksvoll die Dokumentation des Transports durch die sogenannten Eisenbahnfähren in Richtung Skandinavien,- ruhige und detaillierte Aufnahmen machen das Verfahren des Übersetzens deutlich – ob Diesel-ICE, internationale Diesel-Triebzüge der DR oder Güterwagen-, wer dies selbst nicht mehr sehen konnte, wird vollumfänglich durch den Film ins Bild und in Kenntnis gesetzt. Ebenso eisenbahn-technisch gesehen historisch ist die Dokumentation des Breitspurnetzes / des Umspurens von Breit- auf Normalspur in Mukran; für viele jüngere Eisenbahnfreunde sind die beiden zuletzt genannten  Abläufe sicherlich sehr interessant - und aus der Sicht des Rezensenten ein bedeutsamer Blick zurück in die Geschichte.
Die Produktion endet für jeden Eisenbahnfan traurig,- da stehen sie alle in Mukran, die Loks, die Jahrzehnte das Rückgrat des Personen- und Güterverkehrs auf deutschen Schienen bildeten, Reisezugwagen und Triebwagen, abgestellt im Rahmen des sogenannten „Stillstands“-Managements der DB. Kein Vorwurf an die Filmemacher,- das gehört bei der Präsentation von Mukran eben dazu.
Dies ist eine sehr informative und abwechslungsreiche Produktion; wer sich mit der Geschichte deutscher Eisenbahnen und Seehäfen befasst, muss die DVD „Die Eisenbahn der deutschen Seehäfen 2, Ostsee“ in seinem Archiv haben.




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Der freie Journalist Peter Höhbusch (Rezensent) stellt Eisenbahn-Europa die Rezensionen kostenfrei zur Verfügung. Titelbild und Inhaltsbeschreibung stellt der Verlag unentgeltlich bereit.

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