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Der Gläserne Zug - Die Baureihe ET91

Der Gläserne Zug - Die Baureihe ET91Ausschließlich für Ausflugsfahrten wurden 1935/36 zwei elektrische Triebwagen von der Waggonfabrik Fuchs auf die Gleise gestellt. Das Besondere ist die Rundum- Verglasung, die auch den Dachbereich einbezieht. Nüchtern werden die Triebwagen als ET91 bezeichnet. Im Zweiten Weltkrieg wird der ET9102 zerstört. Der andere wird bei der Bundesbahn wieder in Betrieb genommen und begeistert seine Fahrgäste bei unzähligen Reisen bis zu einem schweren Unfall im Jahre 1995. Der Schaden kommt einem Totalschaden gleich. Einen Wiederaufbau gibt es bisher nicht.

In alten Filmen spielt der 'Gläserne Zug' oft eine Hauptrolle, auch aus den letzten Betriebsjahren gibt es viele Filmszenen. Wir haben im DB-Archiv recherchiert und viele Beiträge gefunden. Auch im eigenen Archiv sind wir fündig geworden. Kommen Sie mit in den Bahnpark Augsburg, wo der ET9101 zu sehen ist. Die Dieselversion, den VT90, haben wir nicht vergessen.

 

DVD - Der Gläserne Zug - Die Baureihe ET 91
ca. 58 Minuten, EAN: 4018876084617, Artikel-Nr.: 8461 [2019]

Rezension: Der Gläserne Zug – Die Baureihe ET 91

Wenn man diese Produktion gesehen hat, drängt sich dem Betrachter die Frage auf: Warum wird dieses Fahrzeug nicht wieder in Stand gesetzt? Ach ja, - die Kosten…., aber so hoch wie die bei der Gorch Fock werden sie doch nicht sein! Schade.
Dieser Film zeichnet die 60jährige Geschichte des ET 91 von 1935 bis 1995, und zwar in sinnvoller Schwerpunktsetzung; es werden nicht einfach Filmsequenzen unverbunden aneinander gereiht, sondern der Betrachter nimmt ausführlich an einigen Fahrten teil. Sehr eindrucksvoll, weil nicht nur eisenbahn-technisch historisch bedeutsam, der Filmteil aus den Enddreißiger Jahren,- das Fahrzeug wird vorgestellt, seine Technik kurz erklärt, und dann geht die Fahrt durch das bayerische Voralpen- und Alpenland sowie bis Innsbruck, mit sehr schönen Aufnahmen der Landschaft und der Strecke. Gefilmt wurde meist aus dem Fahrzeug heraus -, der Betrachter hat das Gefühl, selbst mitzufahren. Es beschleicht den Rezensenten schon ein beklemmendes Gefühl, wenn er die gut gelaunten Fahrgäste sieht, die nichts vom nahenden Desaster des 2. Weltkrieges ahnen …
Nach Revision und neuer Farbgebung präsentiert sich ET 91 bei seinen Einsätzen in den 70er und 80er Jahren, hier mit Schwerpunkt bei der Fahrt von München nach Lugano über den St. Gotthard,- da wäre jeder Betrachter mit Sicherheit gern dabei gewesen und hätte den Verlauf der Trasse sowie die Landschaft aus den Panoramafenstern hinaus genossen! Sehr gelungene Aufnahmen des ET 91 über die bekannten Teilabschnitte bei Wassen und auf Brücken / in Kurven wecken beim Rezensenten ein Gefühl der Wehmut, dass der meiste Gotthard-Verkehr heute 'unten durch' geht.
Im 3. Teil des Films folgt die Dokumentation von Fahrten ab 1990 in Ganz-Deutschland (Thüringen, Berlin - hier hält der Rezensent das Einblenden einer Filmsequenz über die Panorama-S-Bahn für überflüssig – sowie auf nicht elektrifizierten Strecken). Sehr gut dokumentiert wird die Fahrt von München nach Steyr, es sollte wohl eine der letzten gewesen sein. Gefallen hat die Regie dieses Filmteils: Die Sicht auf den Führerstand und den Lokführer, die Sicht aus dem Führerstand und dem Innenraum hinaus auf die Strecke sowie die Wiedergabe der Rundumsicht sind gelungen, so dass der Betrachter sich weitgehend 'im' Film / im Fahrzeug sitzend fühlt.
Für jeden Eisenbahnfreund enttäuschend der augenblickliche Zustand des ET 91 (Kommentar: '… Faszination verloren'); um so bedeutender ist dieser Film und für jeden, der Gefallen an diesem Fahrzeug hat, unbedingt zu empfehlen


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