
Die Deutsche Bahn AG verweist stolz auf die positive Umwelt-Bilanz ihrer E-Loks („Unsere Loks fahren grün“), da passen eben „alte“ 151er nicht mehr ins Konzept und werden verkauft. Wegen Engpässen in der Güterzug-Traktion wurden etliche Loks wieder zurückgeleast …, zusammen mit der Verpflichtung, diese wohl nicht-grünen 151er zu warten; ihr äußeres Erscheinungsbild, das einmal „verkehrs-rot“ war, lässt aber sehr zu wünschen übrig ... Dem Kommentar am Ende des Filmes ist zuzustimmen: „Die Baureihe 151 wird uns wegen ihrer Leistungsfähigkeit hoffentlich noch lange begleiten“, und dies bei einer Reihe von privaten EVU und auch im Auftrag der DB, bei diesem Unternehmen dann aber bitte besser gepflegt! Die DVD besteht aus 2 Teilen: Teil 1 befasst sich mit der BR E 50 / 150, Teil 2 mit der BR 151. Ein DB-Film aus den End-1950er Jahren gibt einen umfassenden und eindrucksvollen Einblick in die Fertigungshalle für die BR E 50 bei der Firma Krupp. Der Rezensent kann sich nicht erinnern, im Laufe seiner Tätigkeit eine solch ausführliche historische Dokumentation gesehen zu haben: Einbau des Transformators, das Aufsetzen des Lok-Kastens auf das Fahrwerk wurden unmittelbar am Geschehen gefilmt, die daran beteiligten Arbeitskräfte mittendrin. Der Film folgt nun den Einsätzen der BR E 50 / 150 während viereinhalb Jahrzehnten, der Kommentator beschreibt technische Details und bauliche Veränderungen im Laufe der Zeit sowie die farblichen Veränderungen von Grün über Ozeanblau-Beige und Orientrot bis zu Verkehrsrot,- ob alle Varianten gelungen sind oder nicht, die grüne Lackierung steht der BR E 50 / 150 doch am besten ! Und Güterzüge unterwegs, eindrucksvoll dokumentiert: Auf den Rheinstrecken, auf der Spessartrampe, auf der Geislinger Steige und im Frankenwald, auch im Schiebedienst; immer mit langen Zügen, gelegentlich mit Ganzzügen (z. B. Kesselwagen), aber oft sehenswert die damaligen „bunten“ Zusammenstellungen mit unterschiedlichen Wagen-Gattungen. 2003 war Schluss mit der BR E 50 / 150, „verschrottet“…; nur 2 Loks sind erhalten: Die in den Ursprungs-Zustand zurückversetzte 150 091 im Museum Koblenz ist zwar betriebsfähig, aber ohne Zulassung. Schade. Im 2. Filmteil sind wieder lange Güterzüge unterwegs, häufig auf den zuvor genannten Strecken, diesmal geführt von 151ern (die ursprüngliche grüne Lackierung ist auch hier die gefälligste!). Die Kamera folgt den Einsätzen ab 1972, wieder rollen unendlich lange Güterzüge am Auge des Betrachters vorbei. Abwechslungsreich nicht nur die unterschiedlichen deutschen Landschaften, sondern auch die im Laufe der Jahrzehnte sich ändernden Wagen-Zusammenstellungen vom Einzelwagen-Verkehr bis hin zu den heute fast ausschließlich zu beobachtenden Ganzzügen. Hier ragen die doppelt geführten Erz-Züge heraus: 2 Loks der BR 151 mit je 6300 kw Leistung befördern 40 volle Waggons mit einem Gesamtgewicht von 6000 t, europäischer Rekord! Die Einsätze vor Personenzügen in den ersten 20 Betriebsjahren werden manchen Betrachter in Staunen versetzen,- 151er sind mit einer Wendezug-Einrichtung ausgestattet und bis zu 120 km schnell. Wie im ersten Teil der DVD gelang es der Kameraführung, eine höchst eindrucksvolle Dokumentation von Vorbeifahrten, Entlangfahrten an Flüssen und Überfahrten auf Brücken zu präsentieren. BR 151-Einsätze bei privaten EVU beweisen die Leistungsfähigkeit der Loks heute; beispielhaft dafür steht der Filmteil über den Einsatz der 162 004 (ex 151 057) bei Hectorail, mit Einblick in den Führerstand, Interview mit der Lokführerin, technischen Erläuterungen und mit dem Einsatz vor einem schweren Güterzug.
Wer – wie der Rezensent – in der Nähe eines Güterbahnhofs oder einer Hauptstrecke wohnt, wird sich immer wieder an einer 151er erfreuen. So darf die DVD in keinem Archiv von Eisenbahnfreunden fehlen! Diese Produktion ist sehenswert, abwechslungsreich und sehr zu empfehlen.
Peter Höhbusch
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Redaktion: Ingrid Walder und Achim Walder
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Text: Ingrid Walder und freie Mitarbeiter*innen und Mitarbeiter*innen des Walder-Verlags
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