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Museumseisenbahn
Freundeskreis der Trossinger Eisenbahn e.V

In Trossingen kümmert sich der Freundeskreis der Trossinger Eisenbahn e.V. um eine einzigartige Eisenbahn: Das nur 4,5 Kilometer lange Trossinger „Bähnle“. Neben dem Betrieb eines Eisenbahnmuseums in der Wagenhalle werden mehrmals jährlich Sonderfahrten mit den nostalgischen Elektrotriebwagen durchgeführt.

(c) Freundeskreis der Trossinger Eisenbahn e.V

Zur besonderen Geschichte dieser Bahn: Da die staatliche Eisenbahnstrecke von Villingen nach Rottweil seit ihrem Bau 1869 einen großen Bogen um die wirtschaftsstarke Stadt Trossingen machte, sorgten einige mutige Trossinger Bürger 1898 aus privaten Mitteln für den Eisenbahnanschluss über eine kurze Stichbahn, da die Pferdefuhrwerke das stetig steigende Frachtaufkommen nicht mehr stemmen konnten. Als eine der ersten Eisenbahnstrecken wurde die Bahn bereits bei der Eröffnung elektrifiziert - und das obwohl die Entscheidung dazu noch im buchstäblichen Kerzenlicht getroffen wurde. Elektrizität gab es zum damaligen Zeitpunkt in dem kleinen Dorf mit 3.000 Einwohnern noch gar nicht!


(c) Freundeskreis der Trossinger Eisenbahn e.V

Zwei Fahrzeuge, die zusammen mit der Bahn 1898 in Betrieb gingen, sind bis heute erhalten geblieben und inzwischen wieder in den Ursprungszustand versetzt. Da sie noch immer betriebsfähig sind, können sie regelmäßig auf ihrer originalen Strecke eingesetzt werden. Dies bietet die einmalige Gelegenheit, das Reisen von vor über 110 Jahren hautnah erleben zu können!


(c) Freundeskreis der Trossinger Eisenbahn e.V

Neben den beiden Fahrzeugen von 1898 - dem Triebwagen T1 „Zeug Christe“ und seinem Beiwagen B2 „Lias“ - sind auch sämtliche danach auf der Strecke eingesetzten Fahrzeuge in Trossingen erhalten geblieben und zeigen den Fortschritt in der Technik und im Zeitgeschmack. Vorhanden sind die 1902 gebaute grüne E-Lok „Lina“, die mit den erstgenannten Fahrzeuge die „grüne Garnitur“ bildet, der rote Triebwagen T3 von 1938 und die beiden Nachkriegs-Fahrzeuge T5 (1956) und T6 (1968).


(c) Freundeskreis der Trossinger Eisenbahn e.V

Während der Triebwagen T6 vor dem Museum unter einem schützenden Dach als Blickfang aufgestellt wurde, sind der schwere Schlepptriebwagen T3 und der kleine blaue T5 ebenfalls betriebsfähig und können ab und an im Einsatz erlebt werden.


(c) Freundeskreis der Trossinger Eisenbahn e.V

Der Freundeskreis der Trossinger Eisenbahn e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, dieses einzigartige Erbe zu erhalten und zu präsentieren. Um die Fahrzeuge vor Standschäden zu bewahren, werden die Fahrzeuge etwa einmal monatlich, meist an einem Freitagabend, im Rahmen von „Mondscheinfahrten“ bewegt. Dabei wird eine kurze Fahrplanlücke des Planbetriebes dazu genutzt, die 4,5 Kilometer lange Strecke in der Dämmerung einmal in jede Richtung mit den romantischen Schienen-Oldtimern zu befahren. An diesen Abenden geht es ganz entspannt zu - Fahrkarten sind nicht erforderlich, denn die Mitfahrt ist kostenlos, auch wenn sich der Verein natürlich über eine kleine Spende für die Erhaltung der Fahrzeuge sehr freut!

(c) Freundeskreis der Trossinger Eisenbahn e.V

Mehrmals im Jahr dürfen die nostalgischen Fahrzeuge bei ganztägigen Veranstaltungen dann auch untertags auf die Strecke, was zahlreiche Möglichkeiten bietet, die Züge zu fotografieren. Spektakulär dabei: Meist werden auch einige planmäßige Zugleistungen der heute eingesetzten, modernen Dieseltriebwagen übernommen, was bedeutet, dass die Schienen-Fossile im Fahrplan von 100 Jahre jüngeren Regio-Shuttles verkehren! Neben den öffentlichen Fahrten können für besondere Anlässe natürlich auch private Sonderfahrten gebucht werden.


(c) Freundeskreis der Trossinger Eisenbahn e.V

Außer an den Sonder- und Mondscheinfahrten ist das Museum von April bis Oktober regelmäßig am ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Es wurde im Lokschuppen eingerichtet und zeigt anhand von einigen originalen Ausstellungsstücken, dass bei der Trossinger Bahn alles für eine sichere und pünktliche Abwicklung von Personen- und Güterverkehr nötige vorhanden war. Das Museum befindet sich direkt am Stadtbahnhof Trossingen und ist sowohl mit dem Ringzug, als auch mit dem Auto hervorragend erreichbar. Für Gruppen und gegen eine Spende kann das Museum auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten besichtigt werden. Neben den Schienen-Fossilen gibt es in Trossingen noch mehr zu sehen - so zählt Trossingen zu einer der weltweit bedeutendsten Saurierfundstätten, was im Heimatmuseum Auberlehaus gezeigt wird und auch über die Geschichte der Musikindustrie kann man in Trossingen einiges erfahren - zum Beispiel im Deutsche Harmonikamuseum!


(c) Freundeskreis der Trossinger Eisenbahn e.V

Alle aktuellen Informationen, wie die Termine der Sonderveranstaltungen, der Mondscheinfahrten und der Museums-Öffnungen finden sich auf der Homepage. Wir freuen uns auf Ihren Besuch - willkommen in Trossingen!

Freundeskreis der Trossinger Eisenbahn e.V
Telefonnummer 0 74 25 / 94 02-36
www.trossinger-eisenbahn.de - www.facebook.com/trossingereisenbahn

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