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Volmetalbahn - von Hagen nach Meinerzhagen

von Hagen über Schalksmühle - Brügge - Kierspe nach Meinerzhagen
mit Anschluss nach Lüdenscheid

Eisenbahnmagazin Volmetalbahn

Volmetalbahn - von Hagen über Schalksmühle - Brügge - Kierspe nach Meinerzhagen
mit Anschluss nach Lüdenscheid

Die Volmetalbahn im westlichen Sauerland führt von Hagen Hbf am südlichen Rand des Ruhrgebiets entlang des Flüsschens Volme bis nach Meinerzhagen. Hier überwindet die Bahn die Wasserscheide und folgt dem Fluss Agger ins Bergische Land nach Dieringhausen und von dort weiter nach Köln. Im ehemaligen ländlichen Bahnknoten Brügge zweigt eine Stichstrecke ab, die mit starker Steigung hinauf zur Kreisstadt Lüdenscheid führt. Von Oberbrügge aus - etwas südlich von Brügge gelegen- führte früher eine Nebenstrecke über Radevormwald bis nach Wuppertal. Der verbliebene Rest dieser Strecke reicht noch bis Halver, diesem Streckenabschnitt droht in Kürze der Abriss. Die dritte Zweigstrecke der Volmetalbahn verlässt die Strecke in Meinerzhagen und führt durch das Listertal zu Steinbrüchen in der Nähe des Ortes Krummenerl. Personenverkehr gibt es zurzeit noch zwischen Hagen und Lüdenscheid, während im oberen Volmetal zwischen Brügge, Meinerzhagen und Krummenerl Schotterzüge verkehren.


Impressum:
Herausgeber und Autor: Achim Walder
Mitarbeiter: Sebastian Walder, Peter Höhbusch
Redaktion: Ingrid und Achim Walder
Foto: Ingrid Walder + Achim Walder

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(c) von Christoph Riedel => Riedelfoto - die Welt der Eisenbahn

Eisenbahnmagazin Volmetalbahn

Volmetalbahn

Die eigentliche Volmetalbahn entstand zwischen 1874 (Streckeneröffnung von Hagen nach Brügge) uns 1892 (Eröffnung des Streckenteils Brügge-Meinerzhagen). Zwischenzeitlich ging die Stichstrecke nach Lüdenscheid im Jahr 1880 in Betrieb. Die Eröffnung der Linie von Oberbrügge nach Wuppertal erfolgte 1910 und erst in der Zwischenkriegszeit, im Jahr 1927, wurde die Krummenerler Zweiglinie eröffnet, die einst bis nach Olpe führen sollte. Dem unterbliebenen Weiterbau ist es zuzuschreiben, dass der Personenverkehr hier bereits 1955 wieder eingestellt wurde. Zwischen Oberbrügge und Radevormwald kam das Aus für den Personenverkehr neun Jahre später, Güterverkehr hielt sich hier zwischen Oberbrügge und Halver noch bis Ende 1995. Auf der eigentlichen Volmetalstrecke fuhr zwischen Brügge und Marienheide der letzte  Personenzug 1986, dank  jahrelanger Bemühungen einer Bürgerinitiative (Aktionsbündnis Volme-Agger-Bahn) ist aber 2016 mit der Reaktivierung des Streckenstücks von Brügge bis Meinerzhagen zu rechnen. Dann sollen Direktverbindungen von Lüdenscheid nach Köln angeboten werden.

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Volmetalbahn

Im Winter 1983 gab es im Bahnhof Brügge noch umfangreichen Güterverkehr; das denkmalgeschützte(!) Bahnhofsgebäude wurde leider 2009 abgerissen.

Die Volme-Agger-Bahn - gestern

Mit dem Ende des Winterfahrplans 1985/86 wurde der Schienenpersonenverkehr auf der Strecke Brügge – Gummersbach nach über 90 Jahren eingestellt. Aber bereits in den Vorjahren wurde das Angebot schrittweise ausgedünnt bzw. die Zugläufe verkürzt: Statt durchgehender Eilzüge von Hagen nach Köln pendelten die Züge zuletzt nur noch zwischen Brügge und Dieringhausen und nur noch alle drei Stunden! Mit einem geringen Fahrtenangebot, langsamen Zügen und dem Zwang zum mehrfachen Umsteigen waren die Bedingungen geschaffen, daß die Bundesbahn den „unrentablen“ Verkehr einstellen, oder wie es auch heißt verkraften, also auf Busbedienung umstellen konnte. Die als Ersatz neu eingerichtete Buslinie zwischen Meinerzhagen und Gummersbach, zwischen Brügge und Meinerzhagen gab es schon ein schienenparalleles Busangebot, wurde - wie bei der Umstellung von Bahn auf Bus üblich - von den Fahrgästen nicht als Ersatz angenommen, so daß sie nach wenigen Jahren ganz eingestellt wurde. Die Fahrgäste stiegen entweder aufs Auto um oder haben ihre Fahrtziele gewechselt.


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Bis 1995 verkehrten noch Güterzüge vom Bahnhof der Kreisstadt Lüdenscheid aus durch das Lösenbachtal nach Brügge. Eingesetzt war hier häufig eine 216 des Bw Oberhausen-Osterfeld.


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Am 12.Juli 1992 verkehrte im oberen Volmetal ein Sonderzug des „Bürgerverein zur Förderung des Schienenverkehrs“. Zuglok war 41 241.

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Von 1981 bis 1984 verkehrten zwischen Brügge und Köln Nahverkehrszüge. 1983 läuft eine Kölner 215 mit ihrem Vierwagenzug in den Bahnhof Brügge ein.


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Seit Ende 1981 wurde Bahnsteig 1 im Brügger Bahnhof nicht mehr für Personenzüge genutzt. Die Züge Lüdenscheid-Dortmund (rechts) und Brügge-Köln (links) nutzten ausschließlich den Bahnsteig 2.


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Bis 1987 war die V 60 im Volmetal heimisch. Eine Maschine beförderte regelmäßig abends den Nahgüterzug von Brügge nach Hagen-Vorhalle – hier bei der Durchfahrt in Schalksmühle.


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Die Strecke Lüdenscheid-Dortmund wurde von 1965 bis 1994 von Wendezügen bedient, danach kamen Triebwagen der Reihe 628 bis 199 zum Einsatz. (Aufnahme:Schalksmühle)


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Von den Steinbrüchen an der Listertalsperre wird regelmäßig Schotter zu verschiedenen Zielen transportiert. Im Jahr 2001 rollt eine Hagener 218 mit ihrem Schotterzug durch Kierspe.

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Fahrtziel war zu TEE-Zeiten Paris, in den 1980er Jahren die 80000 Einwohner-Stadt Lüdenscheid. Die Elektrifizierung der Hauptstrecken machte die formschönen Züge gegen Ende ihres Lebens weitgehend arbeitslos und verschlug sie im Sonderzugverkehr auch auf die Steilstrecke im Sauerland.

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Zum hundertjährigen Jubiläum der Strecke Brügge-Lüdenscheid war auch die Vorserienlok 216 003 1980 in der Bergstadt Lüdenscheid zu Gast.

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Mit dem VT 98 kam bei einer Sonderfahrt ein Fahrzeug auf der oberen Volmetalbahn zum Einsatz, das für Jahrzehnte den Planbetrieb auf der Strecke zusammen mit Dieselloks der Reihe V 100 geprägt hatte. (Foto: bei Sankel)

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An einem Sommernachmittag des Jahres 1995 stellt die Hagener 290 271 in Brügge einen Schotterzug zur Fahrt nach Hagen zusammen.

Die Volme-Agger-Bahn - heute

Die Gleise der Volme-Agger-Strecke rosten seit 1986 vor sich hin: Zwischen Brügge und Meinerzhagen verkehren noch Güterzüge, zwischen Meinerzhagen und Gummersbach auch diese nicht mehr. Allein ihre während des Kalten Krieges strategische Bedeutung verhinderte die Stillegung der Strecke durch die Bundesbahn. Heute besteht auf der Achse Brügge – Gummersbach kein durchgehendes und regelmäßiges ÖPNV-Angebot: Zwischen Meinerzhagen und Gummersbach verkehren nur einzelne Busse v.a. für den Schülerverkehr. Will man heute mit dem Öffentlichen Personenverkehr von Gummersbach nach Lüdenscheid / Brügge reisen, so sind Fahrten mit dem Bus – etwa über Wipperfürth und Halver – oder eben mit der Bahn über Köln / Wuppertal / Hagen in Kauf zu nehmen – weite Umwege für eine doch vergleichsweise kurze Strecke. Statt mit dem Bus – sofern er fährt – gut eine bis über 3 Stunden unterwegs zu sein, bräuchte die Bahn zwischen Brügge und Gummersbach rund 35 Minuten. Diese Fahrtzeit könnte auch von einer direkten Busverbindung nicht gehalten werden. Vor diesem Hintergrund ist die Wiedereinrichtung des Schienenpersonenverkehrs auf der Volme-Agger-Bahn zu fordern. Mit der Bahn können die Städte Meinerzhagen und Kierspe an ihre Kreisstadt Lüdenscheid sowie die Oberzentren Köln, Hagen und Dortmund schnell und direkt angebunden werden; Oberberger müssen auf dem Weg nach Hamburg oder Berlin nicht erst den Umweg über Köln nehmen. Durch die Wiederaufnahme des Schienenverkehrs auf der Strecke werden die heutigen Stichbahnen Lüdenscheid / Brügge – Hagen – Dortmund und Gummersbach – Köln wieder zu einer durchgehenden und damit attraktiveren Strecke verbunden. Somit gibt die Reaktivierung der Volme-Agger-Bahn auch diesen Abschnitten zusätzliche Impulse.

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Von 1999 bis 2004 führte die „Dortmund-Märkische-Eisenbahn“ mit ihren formschönen Dieseltriebwagen des Typs „Talent“ den Personenverkehr zwischen Lüdenscheid und Dortmund durch – hier passiert der Zug nach Dortmund das Einfahrsignal des Bahnhofs Rummenohl.

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Seit 2004 haben Triebwagen der Reihe 648 die Talente abgelöst. Am Vorsignal von Rummenohl ist deutlich zu erkennen, dass das zweite Streckengleis seit Mitte der 1990er Jahre nicht mehr befahren wird.

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Auf der Fahrt von Brügge nach Lüdenscheid hat der VT 648 im Sauerländer Prachtwinter 2005 in Kürze den Lüdenscheider Tunnel und damit fast sein Fahrtziel in der Kreisstadt erreicht.

Immer wieder gelangen bei Sonderfahrten auch Dampflokomotiven auf die Strecke Brügge Lüdenscheid. An gleicher Stelle wie der VT 648 erinnert die Baureihe 78 an die Dampflokzeit, denn dieser Loktyp war bis September 1965 auf der Strecke im Einsatz.

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Ausgangspunkt der Volmetalbahn ist der Hagener Hauptbahnhof, den hier ein VT 648 auf der Fahrt nach Lüdenscheid quer durch das Gleisvorfeld verlässt.

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Blick von der Straßenbrücke in Hagen-Delstern auf die Volmetalbahn. Das Stellwerk regelt den Übergang vom zweigleisigen auf den eingleisigen Abschnitt. Der ehemalige Bahnhof Delstern besteht nur noch aus dem Streckengleis.

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294 671 hat die Aufgabe, den Nahgüterzug von Brügge nach Hagen zu befördern. Brügge Einfahrt zeigt konsequenterweise Hp0.

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Winter im Sauerland: Der Nahverkehrszug Lüdenscheid-Dortmund rollt ohne große Kraftanstregung von Lüdenscheid aus durch das Lösenbachtal in Richtung Brügge.

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Obwohl der ehemalige Bahnhof Hagen-Delstern nur noch das Streckengleis besitzt, ist eine Sicherung durch Signale erforderlich, denn hier beginnt der zweigleisige Abschnitt der Strecke.

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Die Ausfahrt in Richtung Hagen ist im Bahnhof Brügge (noch) durch Formsignale gesichert. Im Zuge der Reaktivierung der oberen Volmetalbahn für den Personenverkehr wird wohl moderne Sicherungstechnik eingebaut werden.

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Regionalbahn Lüdenscheid –Dortmund bei Brügge. Die eingesetzten Gleisstücke links markieren den früheren Verlauf des zweiten Streckengleises.

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2012 war erstmalig eine Diesellok des Typs Class 66 mit dem kleineren englischen Lichtraumprofil in Brügge vor einem Schotterzug zu sehen.

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Die Volme-Agger-Bahn - morgen

Die Frage, ob die Reaktivierung der Volme-Agger-Bahn möglich und auch sinnvoll ist, wurde in einem umfangreichen Gutachten im Auftrag des Oberbergischen und Märkischen Kreises sowie des Landes untersucht. Die Gutachter kommen zu dem Ergebnis,
• daß die zu erwartende Nachfrage die Reaktivierung der Strecke rechtfertigt,
• daß sich ein Fahrplankonzept mit guten Anschlüssen und rationellem Betrieb realisieren läßt,
• daß die Strecke kostenseitig mit heute in Betrieb befindlichen Linien vergleichbar ist,
• und daß die Streckenreaktivierung auch in volkswirtschaftlicher Hinsicht sinnvoll ist.
Konkret empfiehlt das Gutachten, in einer ersten Stufe die Linie Köln – Gummersbach stündlich bis Lüdenscheid zu verlängern, wobei in Brügge am gleichen Bahnsteig Di-rektanschlüsse nach Hagen bestehen. Fahrgäste aus Lüdenscheid können somit umsteigefrei nach Hagen / Dortmund und Gummersbach / Köln fahren. Reisende aus Gummersbach oder Meinerzhagen können in Brügge direkt in den Anschlußzug nach Hagen / Dortmund umsteigen. Dieses Fahrplankonzept ist in der nachfolgenden Abbildung dargestellt.

Erwartet werden von den Gutachtern rund 4.500 Fahrgäste pro Tag! Teilweise werden auch bisherige Busnutzer in den schnelleren Zug umsteigen. Ein auf die Bahn ausgerichtetes Busliniennetz (statt Parallelverkehr) wird aber auch dem ÖPNV neue Kunden bringen. Als Kosten für die Wiederinbetriebnahme der Strecke wurden 45 Mio. DM ermittelt. Für den auf der Strecke zwischen Gummersbach und Köln nötigen Ausbau sollen rund 52 Mio. DM anfallen. Auf den ersten Blick erscheint dies viel zu sein, vergleicht man diese Zahlen aber mit den in der Kommunalpolitik häufig geforderten Straßenbauvorhaben wie Umgehungsstraßen oder Autobahnen, so relativieren sie sich sogleich: Infrastruktur, egal welche, ist nicht umsonst zu haben. Gedeckt werden können die Kosten weitgehend über eine Landesförderung sowie Eigenmittel des Streckenbesitzers. Voraussetzung dafür ist, daß die Strecke im Jahr 2000 in den zukünftigen ÖPNV-Ausbauplan des Landes aufgenommen wird. Der ÖPNVAusbauplan wird die Basis für die Entwicklung des Bahnnetzes in NRW sein. Nur
wenn ein Vorhaben in den Ausbauplan aufgenommen wird, sind die Voraussetzungen gegeben, daß Landesmittel zur Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen (90% der Kosten) oder Betriebskostenzuschüsse in den nächsten Jahren zur Verfügung gestellt werden, dann besteht die Chance, innerhalb der nächsten fünf Jahre wieder Schienenverkehr zwischen Brügge und Gummersbach einzuführen. Von Seiten der kommunalen Entscheidungsträger sind daher klare Signale gegenüber dem Land nötig, daß Schienenverkehr zwischen Brügge und Gummersbach gewollt ist. Eine grundsätzliche Bereitschaft, sich gegebenenfalls auch an Kosten, etwa für den Zugverkehr zu beteiligen, wird von der Politik erwartet. Klar ist, wenn nicht im bergischmärkischen Raum, dann werden die Landesmittel eben an anderer Stelle in NRW zum Ausbau und zur Reaktivierung von Schienenstrecken eingesetzt werden – die Konkurrenz ist groß.

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Fahrplankonzept für die Volme-Agger-Bahn

Wer und zu welchen Kosten in ein paar Jahren auf der Volme-Agger-Bahn Personenzüge fahren wird – die DB, die DME oder andere – kann heute nicht verbindlich gesagt werden. Der Wettbewerb im Schienenpersonennahverkehr hat gerade erst begonnen. Wie sich an den Strecken Köln – Gummersbach und Lüdenscheid – Dortmund gezeigt hat, haben sich durch Ausschreibungen von Bahnstrecken bereits deutliche Veränderungen ergeben, die sich auch in den Betriebskosten niederschlagen. Von daher können heutige Kostenschätzungen nicht Entscheidungsmaßstab sein, zumal Beispiele auch aus NRW zeigen, daß Reaktivierungen bei geschicktem Verhandeln auch ohne einschneidende Kostenbelastungen für die Kommunen verwirklicht werden können. Allein der große Nutzen für die bergisch-märkische Region, wieder mit einer durchgehenden Bahnverbindung an Köln und Dortmund angebunden zu sein, ist Grund genug, sich für die schnelle Reaktivierung der Volme-Agger-Bahn einzusetzen.

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Links zu Informationsseiten von Bahnstrecken der Region

ahnstrecke Ruhr-Sieg-Strecke, Hagen - Siegen

Bahnstrecke Plettenberger Kleinbahn

Bahnstrecke Altenaer Eisenbahn

Bahnstrecke Hohenlimburger Kleinbahn

Bahnstrecke Iserlohner Kreisbahn

Bahnstrecke Plettenberg - Herscheid


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